Ayurveda: 10 wichtige Bausteine der ayurvedischen Ernährung

Ayurveda ist die Wissenschaft des Lebens. Ich bin ein grosser Ayurveda Fan und habe in meinem Alltag einige Gewohnheiten eingebaut, um mein Wohlbefinden und meine Gesundheit mit Ayurveda zu unterstützen. Ich versuche, so viel wie möglich zu tun, um meine Doshas in Balance zu halten. Doshas? Noch nie gehört? Dann lese doch mal diesen Artikel, da beschreibe ich die verschiedenen Doshas und du kannst herausfinden, welches bei dir dominant ist.

In meiner Yogalehrerausbildung habe ich nochmals viel Neues über die Wissenschaft von Ayurveda gelernt. Yoga und Ayurveda sind miteinander verbunden, denn Ayurveda ist ein wichtiger Teil von Yoga und Yoga ein wichtiger Teil von Ayurveda. Im Ayurveda geht es daher nicht nur um Ernährung, wie viele oft denken. Ernährung spielt ein grosser und wichtiger Teil in dieser uralten Wissenschaft, aber auch Bewegung, Meditation, Reinigung, Rituale, Routinen, usw. spielen eine wichtige Rolle.

Es gibt tausende von Büchern und Ratgebern, Blogposts und Beiträgen über Ayurveda. Heute möchte ich dir einfach 10 wichtige Bausteine einer ayurvedischen Ernährung mitgeben. Denn auch schon mit ganz kleinen Anpassungen kannst du deine Gesundheit und dein Wohlbefinden unterstützen!

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  1. Trinke zwischen den Mahlzeiten

    ...und nicht während den Mahlzeiten. Es ist ja sehr gewöhnlich, dass man im Restaurant immer Getränke bestellt und das Trinken wie zum Essen gehört. Im Ayurveda wird aber empfohlen, während dem Essen nichts zu trinken. Denn das bringt unsere Verdauung durcheinander und wichtige Nährstoffe gehen verloren. Es klingt vielleicht anfangs unvorstellbar, da du dir gewohnt bist, 2-3 Gläser Wasser oder einen Eistee zum Essen zu trinken, aber es ist alles eine Sache der Gewohnheit, versuche es einfach mal aus 😉

  2. Verwende vollwertige und frische Zutaten

    Das ist ein bisschen ein Basic Punkt, der nicht nur von Ayurveda stammt. Im Ayurveda wird empfohlen, vollwertige und frische Produkte mit hoher Qualität zu verwenden, da diese am meisten Prana enthalten. Prana ist die Lebensenergie und zuständig für unsere Gesundheit, unser Wohlbefinden und unser Energielevel. Das heisst: Vermeide stark verarbeitete oder tiefgekühlte Produkte, da diese nicht mehr viel Prana enthalten und bevorzuge frische Lebensmittel mit guter Qualität, vom Bauernmarkt oder Reformhaus. 

  3. Esse 3 mal täglich und vermeide Snacks

    Um unsere Verdauung zu unterstützen, ist es am besten, drei mal täglich zu essen und mind. 4 Stunden Pause zwischen den Mahlzeiten zu haben. Am allerbesten werden diese 3 Mahlzeiten immer ungefähr zur gleichen Zeit eingenommen. Snacks sollten vermieden werden, da sie die Arbeit der Verdauung stören. Naja, klingt ja alles easy in der Theorie, aber ich kann beispielsweise nicht suuper grosse Portionen essen und bin oft am Nachmittag hungrig. Dann esse ich einfach einen gesunden Snack wie z.B. Bliss Balls, einen Smoothie oder eine Frucht. Ich denke, es geht mehr darum, nicht ständig zu snacken, denn das führt zu einer unvollständigen Verdauung, und das wiederum führt dazu, dass sich Giftstoffe in unserem Körper ansammeln.

  4. Esse, bis du dich gesättigt fühlst

    Stelle dir deinen Magen als Gefäss vor, dass von 1 bis 10 nummeriert ist. 1 ist völlig leer, 10 ist total voll. Fülle dieses Gefäss nie über Nummer 7. Das heisst, lege die Gabel ab, sobald du dich gesättigt fühlst, und somit bevor du dich total voll fühlst. Denn wenn wir essen, bis wir total voll sind, braucht es extrem viel unnötige Energie, um das alles zu verdauen und wir fühlen uns träge nach dem Essen. Wenn wir aber noch ein wenig Platz lassen, kann unser Körper gut verdauen und wir fühlen uns wohl.

  5. Vermeide eiskalte Mahlzeiten und Getränke

    Agni ist unser Verdauungsfeuer. Stell dir Agni als ein loderndes, heisses Campingfeuer vor, dass in deinem Körper Essen, Gedanken, Emotionen und Erfahrungen verdaut. Mit eiskalten Getränken und Essen löschen wir dieses Feuer und verlangsamen damit die Verdauung. Zudem benötigt es extrem viel Energie und macht uns müde und schlapp. Das heisst: Nehme warme Mahlzeiten zu dir (mind. Zimmertemperatur) und trinke warmes Wasser oder Tee.

  6. Kreiere deine Mahlzeit nach deinem Dosha

    Okay, wenn du den Artikel über die Doshas noch nicht gelesen hast, dann los 😉

    Das Vata Dosha (Elemente Luft und Raum) ist kühl, trocken und leicht. Um Vata auszugleichen, eignet sich folgende Ernährung: wärmend, leicht scharf (z.B. Ingwer), hydrierend (Suppen, Eintöpfe), erdend (Süsskartoffeln, rote Beete,…), gesunde Fette (Sesamöl, Kokosöl, Avocado, Nüsse und Samen).

    Das Ptta Dosha (Elemente Feuer und Wasser) ist heiss, ölig und scharf. Um Pitta auszugleichen, eignet sich folgende Ernährung: kühlend (Pfefferminze, Gurke, Melone), mild, astringierend (Bohnen, Granatapfel)

    Das Kapha Dosha (Elemente Erde und Wasser) ist schwer, kühl, ölig und weich. Um Kapha auszugleichen: leicht, wärmend, trocken

  7. Integriere Gewürze

    …jaa ganz viiiiele! Gewürze sind unglaublich gesund und wichtig. Sie machen das Essen suuper abwechslunsreich und spannend. Ich freue mich schon soooo auf Marrakech, da gibt es diese wunderschönen Gewürzmärkte. Versuche einfach, viele verschiedene Gewürze in deine Ernährung zu integrieren. Und wie bitte? Gehe in eine Reformhaus oder Supermarkt, stell dich vor das Gewürzregal, fang oben links an und nimm von jedem eines, bis du unten rechts angekommen bist. Alright hahaha? Okay spass beiseite 😉 Kauf dir einfach mal ein paar Basics, dazu gehören zum Beispiel: Curry, Kurkuma, Garam Masala, Zimt, Kardamom, Himalaya Salz, Pfeffer, Nelke, Chili, Paprika, Rosmarin, Oregano. So, das sind so meine Basics 😉 Finde heraus, was dir am besten schmeckt!

  8. Mindful cooking

    Bereite deine Mahlzeiten mit Liebe und Achtsamkeit zu. Wie wir unser Essen zubereiten, hat einen grossen Einfluss auf die Qualität des Essens. Bereite dein Essen schonend zu (nicht zu stark erhitzen,…) und mit viel Liebe. Verwende auch all deine Sinne schon bei der Zubereitung – Der Duft aus dem köchelnden Eintopf, das Geräusch beim Schneiden von Karotten, usw…

  9. Mindful Eating

    So, bleiben wir doch grad bei mindful oder? 😉 Vermeide Ablenkung während dem Essen: Nimm deine Mahlzeiten in Ruhe ein und sei ganz bewusst dabei. Schalte dein Handy, Computer und TV ab. Setze dich hin, und bevor du anfängst zu Essen: Atme tief ein und aus, halte kurz inne, sei dankbar für das Essen, sei dankbar für deinen wundervollen Körper. Danach, schau das Essen ganz genau an, die Farben, Formen,… Nimm auch wahr, was du riechst. Beginne dann zu essen und bleib ganz bewusst im Moment. Welche Geschmäcker nimmst du wahr? Versuche auch mal verschiedene Dinge auf deinem Teller zu kombinieren. Glaub mir, das ist ein riesengrosser Unterschied, als wenn du das Essen nebenbei herunterschlingst und der Teller leer ist, bevor du überhaupt angefangen hast zu essen. Es ist ein wahres Geschmackserlebnis! Zudem nimmst du auch viel bewusster wahr, wann du gesättigt bist (Punkt 3). Jetzt aber ganz ehrlich, da ist bei mir noch riesengrosses Verbesserungspotenzial, um es positiv auszudrücken 😉 Ich mache es manchmal wirklich wie oben beschrieben, aber oft bevorzuge ich dann doch die Sofa & Youtube Variante 😉 Aber irgendetwas muss man ja noch haben, dass man verbessern kann, oder? 😉

  10. Integriere Ayurvedic Basics in deinen Alltag

    Es gibt gewisse Basics in der Ayurveda Küche, die du gut in deinen Alltag oder deinen Speiseplan integrieren kannst. Zum Beispiel das warme Zitronenwasser am Morgen (einfach warmes Wasser mit einer halben, frisch ausgepressten Zitrone) trinken, am besten auf leeren Magen. Das entgiftet, kurbelt den Stoffwechsel an und macht dich frisch und fit. Ein typisch ayurvedisches Gericht ist das Kitchari. Das tut unserem Körper suuper gut und ist leicht verdaulich. Es ist ein Dhal aus Mungbohnen mit vielen Gewürzen und dazu Basmatireis. Es ist wirklich meega lecker und hat noch andere tolle Benefits: Hier geht’s zum Rezept.

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Dies sind Grundlagen der ayurvedischen Ernährung und glaub mir, sie sind so wertvoll! Wenn du ein paar dieser Dinge beachtest, wirst du dich wohl und gesund und energievoll fühlen. Seit ich meine Ernährung meinem Dosha angepasst habe, geht es mir um einiges besser und ich habe viel mehr Energie, da ich weiss, was mir gut tut.

 

Interessierst du dich auch für Ayurveda oder ist es noch ganz neu für dich?

Ich freue mich auf dein Feedback und wünsche dir ein entspannendes Weekend. Sei gut zu dir! ❤

alles liebe,

carla

6 Kommentare zu „Ayurveda: 10 wichtige Bausteine der ayurvedischen Ernährung

  1. Ich finde Ayuveda unheimlich interessant. Alle diese Tipps wende ich aber leider noch nicht an, weil ich trinken beim Essen sehr angenehm finde und ich auch sehr gerne kleine und mehr Malzeiten esse, als 3 größere…
    Liebe Grüße ❤

    Gefällt 1 Person

  2. Super interessanter Beitrag! Hab grad sehr viel gelernt, ich probier auf jeden fall mal was davon aus. Danke für diesen Beitrag & einen schönen Abend dir noch! :))

    Beste Grüsse
    Alexa

    Gefällt 1 Person

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