7 Dinge die ich in meiner Yogaausbildung gelernt habe

Die Yogaausbildung war für mich eine grosse Bereicherung und ich habe so viele wichtige Dinge über mich und mein Leben gelernt. Natürlich habe ich auch ganz viel über Yoga gelernt und meine Praxis vertieft. Aber Yoga spielt sich nicht nur auf der Matte ab, sondern im ganzen Leben. Yoga ist überall und alles. Was ich während der Praxis auf der Matte erlebe, spiegelt sich in meinem Leben wieder. In diesem Beitrag möchte ich mit dir 7 wichtige Dinge teilen, die ich während meiner Yogaausbildung in Bali gelernt habe.20190307_034240348_iOS.jpg

 

1. Who you are on your mat is who you are in the world

Dieses Zitat von unserem Lehrer hat mir sehr gut gefallen. Denn es ist wahr: So, wie ich auf der Yogamatte bin, so bin ich auch in meinem Leben, in meinem Alltag. Wie gehe ich mit Herausforderungen um? Wie gehe ich mit mir selber um? Kritisch, oder liebevoll? So wie wir während der Yogapraxis sind, so sind wir auch in unserem Leben. Es ist wie ein Spiegel. Dabei geht es nicht um das Verurteilen, sondern darum, das ganz klar wahrzunehmen. Das sind Verhaltensmuster und Angewohnheiten, die man jederzeit ändern kann. Yoga hilft, diese Muster und das eigene Verhalten bewusst wahrzunehmen. Yoga on and off the mat 😉

 

2. Selbstakzeptanz

Im Yoga geht es nicht um Selbstoptimierung, sondern um Selbstakzeptanz. Klar verbessert man sich mit regelmässiger Praxis ständig, doch darum geht es nicht. Das Ziel sollte nicht sein, besser im Yoga zu werden, sondern sich einfach so zu akzeptieren, wie man in diesem Moment, in dieser Praxis ist. Jeder Mensch ist anders, jeder Körper ist anders und jeder Tag ist anders. An manchen Tagen bin ich super beweglich, an anderen Tagen fühle ich mich starr wie ein Holztisch. Im Yoga geht es nicht darum, gut in etwas zu sein, sondern darum, gut zu sich selber zu sein. Selbstakzeptanz heisst auch Selbstliebe. Yoga bedeutet, sich selber so zu akzeptieren und lieben, wie man ist.

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3. Annehmen statt beurteilen

Dieser Punkt ist ganz ähnlich wie der obere. Ganz lange hatte ich das Gefühl, dass mein Körper nicht zu mir gehört und habe mich nicht mehr wahrgenommen. Durch Yoga habe ich diese Verbindung zu mir wieder hergestellt. Und darum geht es im Yoga auch. Einfach nur Wahrnehmen, ohne zu beurteilen. Sich immer wieder zu fragen: „Wie fühle ich mich jetzt in diesem Moment?“, ohne es als schlecht oder gut zu bewerten. Jeden Moment so anzunehmen wie er ist und sich nicht zu wünschen, dass er anders ist. Alles ist gut so wie es ist. Durch diese Einstellung, durch dieses Annehmen, habe ich eine grosse Menge an Gelassenheit gewonnen. Und das macht das Leben so viel einfacher und leichter!

4. Savasana

Meine Einstellung über Savasana hat sich total verändert. Du fragst dich grad, was das überhaupt ist? Savasana ist die Totenstellung / Schlussentspannung und das Ende jeder Yogapraxis. Ich dachte immer, dass das total unnötig ist und habe es meistens einfach ausgelassen. Auch in vielen Yogastudios, in denen ich war, wurde es nicht wirklich als wichtig angesehen und höchstens 1 Minute gemacht. Doch im YTT habe ich gelernt, wie unglaublich wichtig und wohltuend Savasana ist. Es tut so gut, alles loszulassen und die Praxis auf sich wirken zu lassen. In Savasana kommt man in einen ganz speziellen Zustand der unglaublich gut tut. In Savasana treffen wir unser wahres und unverändertes Selbst. Deshalb sollte man pro 60 Minuten Yogapraxis mind. 5 Minuten für Savasana einplanen.

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5. Purpose

Wieso bin ich hier? Was ist meine Aufgabe im Leben? Wozu lebe ich? Früher oder später macht sich jeder mal diese Gedanken. Ich habe mir schon relativ früh solche Fragen gestellt. Die Antwort darauf zu finden, ist nicht immer einfach und ist ein lebenslanger Prozess. Was ich gelernt habe ist, dass man die Antwort nicht findet, indem man stundenlang darüber nachdenkt. Sondern indem man seine Leidenschaften und Interessen verfolgt, das was uns richtig begeistert und uns erfüllt. Und durch das werden wir unser „Purpose of Life“ finden.

 

If you can’t figure out your purpose,
figure out your passion.
for your passion will lead you
right into your purpose.

 

 

6. If you change your breath, you change your life

Die Atmung und der Geist sind direkt miteinander verbunden. Beim Yoga und vor allem beim Meditieren verlangsamt und beruhigt sich unser Atem. Wenn unsere Atmung schnell und unruhig ist, ist es unser Geist auch und die Gedanken springen hin und her. Doch wenn unsere Atmung ganz ruhig ist, ist auch der Geist ruhig. Wenn die Atmung ruhig ist, steigert sich die Konzentration, die Entscheidungsfähigkeit und die Klarheit in unseren Gedanken. Wir sind ganz klar, konzentriert und ruhig. Wenn du dich also mal total unruhig und unkonzenrtiert fühlst, oder vor einer wichtigen Entscheidung stehst, beginne bei deiner Atmung. Versuche sie langsam zu beruhigen und zu vertiefen. Unser Lehrer hat gesagt: „Your breath is like a document scanner. When you slow it down, you will see more.“

 

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7. Komfortzone

Die Komfortzone ist ein sehr schöner und gemütlicher Ort, aber um zu wachsen, müssen wir sie verlassen. Das Leben ist da, um zu wachsen und zu lernen. Um das zu können, müssen wir aus dem Vertrauten ausbrechen und uns für das Neue öffnen. Ausserhalb der Komfortzone ist alles möglich! Wir sind viel stärker als wir glauben. Ausserhalb der Komfortzone ist unser Potenzial unendlich gross. Also: Um zu wachsen müssen wir raus aus der Komfortzone. Das heisst, in der Yogapraxis mal länger in einer Asana zu bleiben, auch wenn es nicht mehr super bequem ist. Und beim Meditieren noch ein bisschen bleiben, auch wenn unsere Gedanken verrückt herum hüpfen. Daran wachsen wir, daran lernen wir.

comfort zone

Ich könnte noch ein halbes Buch darüber schreiben 😉 Soo viele Dinge habe ich gelernt und lerne ich jeden Tag dazu. Ich bin so dankbar dafür, durch Yoga eine so tiefe Verbindung zu mir selber zu haben und täglich neues Dinge über mich und mein Leben zu lernen.

Machst du auch Yoga? Interessieren dich solche Beiträge?

Ich freue mich, wenn du deine Gedanken mit uns teilst!

 

alles Liebe und ganz viel Sonnenschein ☀️☀️☀️

Carla

12 Kommentare zu „7 Dinge die ich in meiner Yogaausbildung gelernt habe

  1. wow was für tolle bilder! man spürt total dass yoga deine leidenschaft ist und das ist so schön❤️

    ich wünsche dir auch ganz viel sonnenschein☀️😚

    alles liebe, tanja

    Gefällt 1 Person

  2. Danke für diesen tollen Beitrag! Ich mache auch Yoga, aber nicht so regelmässig, möchte aber jetzt auch wieder mehr Zeit dafür einplanen, da es mir sehr gut tut. Du hast echt tolle Dinge gelernt während der Ausbildung! Mich würde auch mal noch interessieren, ob du jetzt Yoga unterrichtest und wie oft du Yoga machst, was deine Routinen sind usw.

    Liebe Grüsse aus Wien
    Anika

    Gefällt 1 Person

  3. vielen dank für die tollen tips – man spürt dass du im leben stehst!
    ich hoffe, dass es bald lektionen im yoga für ältere, nicht so bewegliche leute gibt…. 🙂
    liebe grüsse

    Gefällt 1 Person

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