Zero Waste: 10 einfache Tipps

Das Ziel von Zero Waste ist, keinerlei Abfall zu produzieren. Das klingt total unvorstellbar in einer Welt, in der praktisch alles verpackt ist. Doch mit ein paar einfachen Tipps kommst du dem verpackungsfreien Leben schon ein grosses Stück näher. 

Wie ich gerade auf dieses Thema kam?

Vor ca. 1 Jahr war ich an einem Vortrag von Bea Johnson. Sie lebt in Kalifornien, ist Umweltaktivistin und wirbt für ein müllfreies Leben. Ihr Müll des letzten Jahres passt in ein einziges Einmachglas! Ist das nicht beeindruckend? Mich hat es auf jeden Fall total beeindruckt und ihre Worte gingen mir nicht mehr aus dem Kopf.

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Verpackung, vor allem aus Plastik, ist überall wo man hinschaut. In einem normalen Supermarkt ist es fast unmöglich, ganz ohne Verpackung einzukaufen. Plastik ist ja praktisch und nützlich. Aber es bleibt Tausende von Jahren bestehen und zerstört unseren Planeten. Und trotzdem produzieren die Menschen Jahr um Jahr mehr Abfall?! Ich liebe die Natur, das Meer und die Tiere. Mir ist es wichtig, dass ich persönlich einen Beitrag zur Umwelt leiste. Ich möchte, dass die nächsten Generationen eine genau so schöne Natur wie ich erleben dürfen und möchte ihnen keinen Berg an Müll und Giftstoffen hinterlassen. 

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Ich lebe nicht total verpackungsfrei. Und das ist okay so. Ich reise gerne, ich shoppe gerne, probiere gerne Neues aus… Da wird es schnell schwierig. Ich mache einiges, um unsere Umwelt und die Ressourcen zu schonen, dennoch geniesse ich das Leben und habe kein schlechtes Gewissen, wenn ich mal etwas mit Verpackung kaufe. Was natürlich nicht heisst, dass man mit Zero Waste das Leben nicht geniessen kann! Ich bestaune die Leute echt, die ganz ohne Verpackung leben.
Mit Zero Waste kann man also Abfall einsparen, nachhaltiger leben und damit die Natur schützen.

Zero Waste basiert auf 6 Punkten, den sogenannten 6 R’s:

Refuse (Vermeiden)
Reduce (reduzieren)
Reuse (wiederverwerten)
Repair (reparieren)
Recycle (recyceln)
Rot (kompostieren)

„Refuse what you do not need; reduce what you do need; reuse what you consume; recycle what you cannot refuse, reduce, or reuse; and rot (compost) the rest.“ -Bea Johnson
So.. genug Theorie! 😉 Jetzt habe ich noch 10 einfache Tipps, wie du dem Zero Waste Lifestyle näher kommen kannst. Die Tipps sind echt total gut im Alltag umsetzbar. Und denk immer daran: Auch die kleinen Dinge können Grosses bewirken!

  1. Stoffbeutel statt Plastiktasche: Nimm immer einen Stoffbeutel mit, dann kannst du beim Shoppen oder im Supermarkt die doofen Plastiktaschen ablehnen. Zudem sieht es cool aus (finde ich 😉 )


2. Verpackungsfrei einkaufen:
Bleiben wir doch gleich beim Einkaufen… Schau dich mal nach Unverpackt Läden um. Es gibt immer mehr davon (juhuui!). Eine super ausführliche Liste von Deutschland, österreich und der Schweiz findest du hier.

3. Selber machen: Viele Sachen bekommt man wirklich schwer unverpackt. Wieso nicht einfach selber machen? Probiers einfach mal aus (zum Beispiel Deo, Zahnpasta, Shampoo) Im Internet gibt es für so ziemlich alles eine Anleitung 😉

4. Nein sagen: Zero Waste bedeutet auch, sich Gedanken zu machen, ob du das, was du annimmst, auch wirklich brauchst. Frag dich beim nächsten mal: Muss ich diesen Flyer annehmen oder reicht ein Handyfoto? Brauche ich diesen Werbekugelschreiber?

5. Trinkflasche statt Plastikflasche: Kauf dir für unterwegs eine BPA-freie Trinkflasche (z.B. von 24 bottles oder soulbottles). Sieht stylish aus und spart unnötigen Plastik und Geld.

6. Wiederverwendbare Folie: Eine gute Alternative zu Frischhalte- oder Alufolie ist ein wiederverwendbares Bienenwachstuch (z.B. Bee’s Wrap). Es ist robust und gut zu reinigen. Einfach einpacken und dann das Tuch mit den warmen Händen festdrücken. Der Wachs wird dadurch weich und hält zusammen.

7. Share it!: Mal ehrlich, wir haben soo viele Dinge, die wir schon lange nicht mehr brauchen. Bring alte Kleider in eine Kleidersammlung oder auf einen Flohmarkt. Oder organisiere eine Kleider-Tausch-Party mit Freunden! Macht Spass und ist besser als wegwerfen.

8. Reduzieren: Einer der wichtigsten Punkte! Wie schon oben erwähnt, haben wir total viele Sachen, die wir eigentlich gar nicht brauchen. Und irgendwie wird es immer mehr… überleg dir mal, ob du den 22. Pulli wirklich brauchst? Anstatt sich immer mehr  zu kaufen, kann man auch gut etwas Ausleihen oder Second Hand Sachen kaufen.

9. Lunchbox: Beim Take-Away am Mittag kommt man nicht am am Plastikgeschirr und Besteck vorbei. Nimm dir einfach die Zeit und bereite dir ein leckeres Mittagessen für den nächsten Tag zu. Hier findest du ein paar tolle Rezepte. Wenn du mal keine Zeit hast, nimm wenigstens dein eigenes Besteck mit oder frag mal nach, ob du deine eigene Dose fürs Take Away Essen nehmen kannst.

10. Talk, talk, talk: Viele Menschen sind sich überhaupt nicht bewusst, dass Abfall schädlich für die Umwelt ist, dass wir unbedingt etwas ändern müssen. Rede ganz offen darüber und teile deine kreativen Zero-Waste Alternativen. Wichtig: Sag deinen Freunden nicht, dass sie das auch machen müssen. Niemand mag es, wenn man ihm sagt, was er zu tun hat oder wie er leben soll. Wir können andere nicht ändern, aber wir können sie inspirieren und ihnen erzählen, wie und wieso wir weniger Abfall produzieren. Stay positive! 😉

Zero Waste hat sooo viele Vorteile:

-Du schonst die wunderschöne Natur
-Du schützt die Tierwelt
-Du sparst Geld (verpackungsfreie Sachen sind viel billiger)
-Du hast mehr Zeit für die wichtigen Dinge/Menschen in deinem Leben
-Du hast mehr Ordnung
-Du wirst kreativer
-Du inspirierst andere

Zum Schluss kann ich dir auf jeden Fall das Buch „Zero Waste Home – Glücklich leben ohne Müll!“ von Bea Johnson empfehlen. Darin stehen nochmal einige weitere Tipps und Tricks für ein verpackungsfreies Leben.

Wie stehst du dazu? Was machst du so, um weniger Abfall zu produzieren? Ich bin total  an deiner Meinung interessiert und freue mich auf deinen Kommentar! 🙂

alles Liebe,

carla

13 Kommentare zu „Zero Waste: 10 einfache Tipps

  1. Super interessante Tipp! Ich finde es so wichtig darauf aufmerksam zu machen!
    Niemand muss unbedingt auf Zero Waste umsteigen und wirklich gar keinen Müll mehr produzieren, denn das macht wirklich schon etwas arbeit und kostet Zeit. Aber JEDER sollte sich wirklich ein bisschen mehr mit dem Thema auseinander setzen und sein eigenes Handeln überdenken!
    Genau deshalb habe ich auch meinen Artikel über umweltfreundliche Sachen geschrieben, die man in seinem Leben integrieren kann 🙂
    Man muss nicht alles perfekt machen und die komplette Öko-Tante sein 😀 Aber ein bisschen mehr Umweltbewusstsein von jedem würde unserer Erde so viel nützen!!

    Liebe Grüße
    Pauline ❤

    https://mind-wanderer.com/2018/02/17/5-eco-friendly-must-haves-everyone-should-use/

    Gefällt 1 Person

  2. Du hast ja so Recht, mit diesem Plastikmüll! Geht so, wie wir damit umgehen echt nicht mehr weiter und wenn sich
    Jeder ein bisschen Gedanken macht – dann kann man Das wirklich drastisch reduzieren. Klasse Deine Ideen!
    Liebe Grüße Andrea von Ayurveda Flow

    Gefällt 1 Person

  3. Toller Post, ich fange momentan an mich mehr und mehr mit dem Thema Zero Waste zu beschäftigen und es macht mir persönlich total viel Spaß. Ich denke es ist eine Entwicklung und ich stehe definitiv noch am Anfang, aber ich bin auf dem Weg und das ist das wichtigste 🙂
    Danke für die Tipps und die sechs Rs :D!
    Liebe Grüße
    Sophie von https://aperturewanderlust.com/

    Gefällt 1 Person

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