Was Achtsamkeit bedeutet & bewirkt

Achtsamkeit. Dieses Wort hört und liest man zur Zeit so ziemlich überall. Es gibt unendlich viele Bücher darüber. Ich persönlich befasse mich momentan auch sehr viel damit und finde es unglaublich spannend und interessant, mehr dazu aber später. In diesem Beitrag geht es darum, was Achtsamkeit eigentlich bedeutet und was es bewirkt. Am Schluss zeige ich dir noch eine tolle, kleine Alltagsübung.
Für das Wort Achtsamkeit gibt es seeehr viele Definitionen. Wenn ich 10 Leute fragen würde, was für sie Achtsamkeit bedeutet, würde ich wahrscheinlich 10 unterschiedliche Antworten bekommen. Für mich persönlich bedeutet Achtsamkeit in anderen Worten: Präsenz, Bewusstheit.

Der Ursprung dieses Wortes liegt im Begriff „sati“, einem Wort aus einer Sprache, die zu Zeiten von Buddha gesprochen wurde. „Sati“ bedeutet auf Deutsch „Aufmerksamkeit, Bewusstheit, erkennen, sich erinnern“. Buddha sagte, wer beständig übt, sich des eigenen Körpers, seiner Gedanken und Gefühle bewusst zu sein, beschreitet den Weg zu tiefem, von Äusserlichkeiten unabhängigem Glück und letztendlicher Freiheit.

Achtsamkeit ist die beabsichtigte Lenkung der Aufmerksamkeit auf das Jetzt, auf den aktuellen Moment. Es bedeutet, bewusst zu Beobachten, was jetzt gerade geschieht. Dieses Beobachten wird nicht gewertet oder eingeteilt, sondern einfach nur akzeptiert.

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Jeder kann achtsam sein! 
Es ist nichts, wofür man eine jahrelange Ausbildung braucht. Achtsamkeit ist eine grundlegende Fähigkeit von uns allen. Jeder kann es, zu fast jeder Zeit. Das Sprichwort „Übung macht den Meister“, gilt auch bei diesem Thema. Am Anfang kann Achtsamkeit als ganz definierte Übung praktiziert werden, und man muss es sich richtig vornehmen, achtsam zu sein. Aber mit regelmässiger Übung wird es selbstverständlich und mühelos. Achtsamkeit wird dann als Haltung in den Alltag integriert. Und das ist das wunderbare daran. Mit Übung wird es zur Gewohnheit, achtsam zu sein und wir nehmen die Dinge viel bewusster und intensiver wahr, ohne sie ständig zu bewerten.

Du denkst vielleicht: „Was bringt mir das?“ Und ich kann dir garantieren, das bringt dir unglaublich viel! Achtsamkeit bewirkt soviel positives. Ich persönlich habe auch schon Erfahrungen damit gemacht und habe beobachtet, dass ich die kleineren, unauffälligen Dinge viel bewusster wahrnehme und dass ich dankbarer geworden bin. Ich kann in schwierigen Situationen klarer denken und entscheiden. Wenn wir Achtsamkeit üben, konzentrieren wir uns voll und ganz auf die Beobachtungen. Die Energie, die im Achtsamsein liegt, hat etwas zu tun mit einer unmittelbaren Erfahrung, die nicht sofort durch unsere Gedanken, Bewertungen  und automatischen Reaktionen beeinflusst wird.Das löst Entspannung und Ruhe in uns aus. Zudem bringt es uns Einsicht und Erkennung von eigenen Automatismen (Denk- und Verhaltensmuster).

Andere positive Auswirkungen von regelmässiger Übung von Achtsamkeit sind:

  • sich selber besser kennen lernen und verstehen
  • bewusst sein, was geschieht, daher entstehem weniger Dinge, die man hinterher bereut
  • kreativer sein
  • körperliche und seelische Freuden erfüllender empfinden
  • intensiver wahrnehmen
  • klarer denken können
  • dankbarer sein

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Ich kann dir nur empfehlen: Probiere es aus! Wenn es dich stresst oder du nichts davon haltest, dann höre auf dich und probiere es vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt nochmal aus. Wenn es dir gut tut und du das Gefühl hast, dass es dir hilft: super! Dann übe regelmässig und beobachte einfach, wie sich dein Alltag verändert. Dazu braucht es, wie schon erwähnt, regelmässige und lange Übung. Nach zwei bis drei Monaten üben schaust du mal, ob und was sich verändert hat. Genau das ist Achtsamkeit: selber erfahren, ohne zu urteilen.

Achtsamkeit sieht das, was dir begegnet, wie es ist. Nicht wie du es gerne hättest. Oder so, wie du es befürchtest. Sondern so, wie es jetzt gerade ist.

Zum Schluss habe ich noch eine kleine Übung, die du in deinen Alltag einbauen kannst:

Lenke deine Aufmerksamkeit auf ein Körperteil. Zum Beispiel deine Füsse. Indem du bewusst deine Füsse spürst, bringst du die Aufmerksamkeit weg von den ständig kreiselnden Gedanken. Spüre den Kontakt von deinen Füssen zum Boden. Wie fühlt der Kontakt zum  Boden an? Hart oder Weich? Kalt oder Warm?  Versuche einfach nur zu beobachten, ohne zu werten. Diese Übung gibt dir Stabilität, im wahrsten Sinne des Wortes Bodenhaftung. Du stehst mit beiden Füssen im Leben.

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Lass es mich unbedingt wissen, wenn dich dieses Thema auch interessiert und du gerne mehr Alltagsübungen kennen lernen möchtest.

Ich wünsche dir eine weiterhin gute Woche!

alles Liebe,

Carla

6 Kommentare zu „Was Achtsamkeit bedeutet & bewirkt

  1. Ich finde das Thema auch sehr spannend und habe vor kurzer Zeit mit Meditation angefangen, allerdings auch immer nur kurze Einheiten. Da geht es auch immer viel um Achtsamkeit und nach den 10 Minuten nimmt man seine Umgebung schon anders war, fühlt sich ausgeglichener und klarer im Kopf 🙂
    Ich würde mich auch über mehr Beitrage in die Richtung freuen 🙂
    Liebe Grüße Melanie
    http://melaniekristina.de/

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